Wildkräuter-Challenge vom 03.05.2020

Der Kneipp-Verein Bad Schwalbach/Rheingau-Taunus e.V. hatte zu einer Wildkräuter-Challenge aufgerufen. Sie konnten ihre Fotos von Wildkräutern, die sie auf ihren Spaziergängen oder Wanderungen gemacht haben, an den Kneipp-Verein schicken, und wir haben daraus eine Collage gemacht. Es gab eine rege Beteiligung, und es wurde schwierig, die schönsten Bilder auszusuchen. Daher ist aus der Kollage eine mehrseitige Sammlung geworden. Für alle, die noch nicht alle Pflanzen erkennen, folgt jetzt ein kurzes Portrait von den wichtigsten Wildkräutern.

Knoblauchsrauke: Ist ein sehr würziges nach Knoblauch schmeckendes Wildkraut, ein guter Ersatz für Knoblauch und Bärlauch. Blätter in den Kräuterquark und die Blüten zum Dekorieren.

Brennnessel: ist ein sehr powervolles und vitaminstoffreiches Wildkraut. Ein wahres Superfood! Jetzt das richtige Kraut für die Frühjahrskur.

Schafgarbe: Ist ein würziges Kraut, das bei mir in keinem Wildkräutersalz fehlen darf. Es schmeckt auch gut im Salat oder Kräuterquark.

Veilchen: Ist eine stark duftende kleine Blume, die man zum Dekorieren oder in Kräuterzucker verwenden kann. Aber auch als Tee mundet der leicht bläulich-grüne Aufguß hervorragend.

Wiesen Bärenklau: Der Name Bärenklau beruht auf der Ähnlichkeit seiner Blätter mit den Klauen der Bären. Die jungen Blättchen kann man gut in den Salat oder Smoothie geben. Auch die Blütenknospen sind eine Delikatesse. Später können die größeren Blätter Hautreaktionen auslösen.

Spitzwegerich: Die Blätter können auch wieder in den Salat oder ins Kräutersalz. Die Blütenstände haben ein leckeres Pilzaroma jetzt im Frühjahr. In etwas Öl in der Pfanne anbraten und zum Salat dazu essen oder roh genießen. Als Heilpflanze hilft er bei Husten oder Insektenstichen und Wunden.

Schöllkraut: Man sagt, daß der gelb-orange Pflanzensaft gut gegen Warzen ist. Es ist kein Wildkraut für die Küche. Der gelb-orange Pflanzensaft kann aber zum Malen verwendet werden.

Gundermann: Schmeckt sehr aromatisch und passt gut ins Wildkräutersalz, aber auch in der süßen Küche findet man ihn. Die Blätter zum Beispiel mit dunkler Schokolade überzogen sind eine kleine Delikatesse.

Frauenmantel: Als Küchenkraut ist er nicht so bekannt, aber er gibt den Speisen eine besondere Note. Als Kuchen schmeckt er auch sehr lecker. Als Tee hilft und unterstützt er die Frauen bei allen Frauenleiden, was nicht heißt, dass die Männer ihn nicht trinken dürfen.

Löwenzahn: Die jungen Blätter jetzt im Frühjahr enthalten noch nicht so viele Bitterstoffe und passen gut zu einer Frühjahrskur. Den Löwenzahn kann man das ganze Jahr durch pflücken und genießen, es gibt zahlreiche Rezepte mit den Blüten oder Blättern. Besonders der Sirup, aus den Blüten hergestellt, schmeckt den Kindern unwiderstehlich.

Wenn sie jetzt wieder alleine auf Kräutersuche gehen, bitte immer nur das pflücken, was man sicher kennt und nur so viel wie man braucht.

Pfarrer Kneipp hat schon früh erkannt, dass es für fast jedes Zipperlein ein Kräutlein gibt.

Jetzt hoffen wir alle, dass wir uns bald wieder zusammen auf einen Kräuterspaziergang begeben können. Bis dahin: bleibt gesund!

Wild-und Heilkräuterexpertin Uta Lippold im Mai 2020

 

Challenge Wassertreten (Andreas Ott)

Durch Anklicken der Datei Collage Wassertreten gelangen Sie zu den Bildern.

Collage_Wassertreten_Variation

 

Zuvor fand am 05. April eine Barfußchallenge statt.